Mache
dich auf
"Mache
dich auf." so haben wir gesungen, als wir vorhin durch das
Tor gegangen sind. "Mache dich auf." Das hat zwei Seiten:
Mache dich auf den Weg. Und: Öffne dich.
Mache dich auf: Mache dich auf den Weg
Das
erste: Mache dich auf den Weg.
Ganz bewusst haben wir Sie vorhin eingeladen, sich auf den Weg zu
machen. Das soll ein Zeichen sein, dass wir die Adventszeit mit
dem
1. Advent beginnen lassen und nicht schon vorher. Es ist schön,
dass es in Bayreuth eine Einigkeit gibt, die Adventszeit auf dem
Weihnachtsmarkt wirklich erst zum 1. Adventswochenende zu beginnen.
Und vielleicht haben Sie es ähnlich gemacht und auch erst diese
Woche Ihr Haus oder Ihre Wohnung vorbereitet. Nur wer die Adventszeit
bewusst beginnt und
nicht allmählich in sie hineinstolpert, der erfährt ihre
Bedeutung.
Warum haben wir uns gemeinsam aufgemacht?
"Mache dich auf und werde licht, denn dein Licht kommt."
Wir machen uns auf, weil Gott sich aufgemacht hat zu uns. Im Licht
des Sterns begegnet uns Gott. Gott ist Licht. Und wir brauchen dieses
Licht in der dunklen Zeit. Deswegen haben wir den Kindern einen
Leuchtstern geschenkt. Er nimmt das Licht in sich auf und gibt es
ab, wenn es dunkel wird.
Mache dich auf: Öffne dich
Mach
dich auf. Das heißt nun zweitens aber auch: Öffne dich.
Mach dein Herz auf. Damit du das Licht, das dir entgegen kommt,
auch in dich aufnehmen kannst. Damit du Gott, der dir entgegen kommt,
aufnehmen kannst.
"Macht die Türen auf, macht die Herzen weit, und verschließt
euch nicht: Es ist Weihnachtszeit."
Vielleicht können wir wie dieser Leuchtstern werden: Wenn
wir uns öffnen, und das Licht in uns aufnehmen, dann können
wir es weitergeben
bei anderen, wo es dunkel ist.
"Verschließt
euch nicht." Auch diese Aufforderung hat zwei Bedeutungen:
Verschließt euch in dieser Zeit dem Licht nicht. Und: Verschließt
euch in dieser Zeit den Menschen nicht, die euch brauchen.
Deswegen wird am 1. Advent alljährlich die Aktion "Brot
für die Welt" eröffnet und im Dankopfer dafür
gesammelt. Das tun wir beim nächsten Lied.
Der Nächste, das ist nach den Worten Jesu der, der Hilfe braucht.
Auf den sog. "fernen Nächsten" will "Brot für
die Welt" aufmerksam machen. Das ist gut so. Aber lasst uns
in dieser Zeit auch den nahen Nächsten nicht übersehen.
Amen |